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Denise Klecker, die Kämpferin
 

Denise, Hockey-Nationalspielerin hat die Olympischen Spiele in Sydney erlebt und kämpft derzeit um die Nominierung für Athen. Das ist ihr Bericht:

In noch nicht einmal 2 Monaten ist es soweit: Die Olympischen Spiele in Athen werden eröffnet. Wahnsinn! und das ist es wirklich. Vor vier Jahren war ich in Sydney mit dabei und jetzt ist es schon wieder so weit. Ich könnte das zweite Mal in meinem Leben an Olympia teilnehmen.

Zu Beginn meiner sportlichen Karriere, die damals noch ganz in den Kinderschuhen steckte, schließlich war ich gerade mal knappe 10 Jahre alt, habe ich mich entschlossen, einmal im Leben ein Länderspiel in der Damenhockey-Nationalmannschaft zu bestreiten. Heute sind es 165 Spiele. Hätte mir damals einer gesagt, ich bekomme mal die Chance an Olympischen Spielen teilzunehmen, ich hätte ihm nur ein Lächeln geschenkt. Waren die Olympischen Athleten nicht die, denen ich vor dem Fernseher zu jubele, wenn sie mit der deutschen Fahne vorne weg ins Olympiastadion einlaufen?

 

Heute, 22 Jahre später, weiß ich mehr über das wahren Leben eines Hockeysportlers, der schon viele Höhen und Tiefen miterleben durfte. Im Alter von 13 Jahren vertrat ich das erste Mal die deutschen Farben auf dem Kunstrasenplatz. Von der Jugend-Nationalmannschaft aus schaffte ich irgendwann mit 18 Jahren den Sprung zu den Juniorinnen und dann kam 1995 endlich das erste offizielle Länderspiel mit der Damen-Nationalmannschaft. Ein unvergessener Moment meiner Karriere. Und auch schon kurz danach, hatte das Wort „Olympia“ eine neue Bedeutung bekommen. 1996 in Atlanta war ich leider nicht dabei (die Entscheidungen eines Trainers sind manchmal unergründlich für einen Spieler), aber nach der „Niederlage“ war für mich eines sicher: In Sydney will ich eine der 16 Spielerinnen sein, die die für Deutschland an den Start geht und so kam es dann auch. Ein dreiviertel Jahr lang tat ich von morgens bis abends nichts anderes als dieses Ziel zu erreichen, einmal im Leben bei Olympischen Spielen dabei zu sein. Und am Ende hat sich mein Fleiß ausgezahlt :-) Mit zwei bis drei Trainingseinheiten am Tag und dem absoluten Willen im Hinterkopf sich diesen Lebenstraum zu erfüllen, konnte am Ende der Trainer nicht mehr an mir vorbei, so dass ich heute auf ein unglaublich wunderbares Sporterlebnis zurückblicken kann.

So wie damals soll es dieses Jahr wieder werden und dementsprechend gehe ich auch an die Sache ran. Der eigentliche Arbeitsplatz am Schreibtisch vor dem Computer ist eingetauscht gegen das Trainingsgelände und der Tagesablauf wird bestimmt durch Training, Essen, Schlafen. Egal ob im Kraftraum, auf der Laufbahn oder dem Hockeyplatz, eines ist immer mit dabei: Die Vorfreude auf Olympia. Da macht es Spaß zu trainieren, sich zu quälen :-) Und in kaum 60 Tagen könnte sich ein zweites Mal ein Traum in meinem Leben erfüllen. Doch noch ist es nicht soweit. Bis dorthin muss ich noch einige Male meine Leistung in Länderspielen und auf Trainingsmaßnahmen mit der Nationalmannschaft zeigen. Denn eins ist mir in meiner Karriere schnell klar geworden: Am Ende entscheidet der Trainer. Schließlich darf er bis zum 19. Juli 2004 nur 16 Spielerinnen für das größte Sportereignis der Welt nominieren, und wenn am Ende mein Name auf der Liste stehen sollte, dann haben sich Ausdauer, Fleiß und Wille mal wieder ausgezahlt :-)

Eure Denise

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